Achtung- Tabu
Eines der ersten Dinge die ich in meinen Frauentrainings lernen durfte war, dass das Wörtchen Tabu von Heiligem abstammt, was es zu beschützen galt/gilt.
Wie ich finde eine sehr spannende Perspektive wenn wir uns erlauben mit der Grundannahme „etwas Heiliges“ zu finden auf die Tabus in unserem/in unseren Leben schauen.
Nehmen wir mal den Tod, der nur mal nebenbei erwähnt an einem der letzten Aufstellungsabende als Repräsentant in einer völlig liebevollen (Pol)-Präsenz im Raum stand. Und da ich verdeckt stelle war es wundervoll zu sehen, dass nicht ein einziger Repräsentant Angst vor ihm hatte- im Gegenteil. Es wurde sehr fasziniert Nähe gesucht und aufgenommen.
Wer sich gerne mal auf eine spannende Reise zum Thema Tod und Sterbebegleitung geben möchte, dem empfehle ich das Buch von Wulf Mirko Weinreich- Das andere Totenbuch. Ein wundervolles Buch welches wir schon mehrfach in der Sterbebegleitung zur Hand genommen haben ❤. Für den Einstieg damals 2004 als meine Oma starb- was für mich die erste so richtige Berührung mit dem Tod war, habe ich die Autorin Elisabeth Kübler Ross- Über den Tod und das Leben danach sehr als Begleitung geschätzt.
Oder Sexualität, auch wenn sie nahezu jeder ab einem bestimmten Alter lebt, wird trotzdem drüber gesprochen als ob es was Schmuddeliges sei, oder aber es wird genutzt um zu Protzen oder sich den eigenen Selbstwert/ Marktwert zu bestätigen… aber die Zahl der Menschen (und da tun sich die unterschiedlichen Geschlechter nicht viel) die sich mal damit auseinander gesetzt haben, wie viel heilsame und auch spirituelle Energie in unserer Sexualität möglich ist, ist noch verschwindend gering. Statt dessen wird nur über bestimmte sexuelle Vorlieben offen gesprochen… Missionarsstellung ok, aber ob erzählt wird dass Doggy die Lieblingsstellung ist wird schon überlegt… und wehe neben dem Wort vaginal fällt noch das böse Wort anal… Auch Selbstbefriedigung… dass man/frau davon nicht erblindet hat sich zwar zum Glück mittlerweile rum gesprochen 😉…trotzdem fühlen sich viele Partner/innen noch bedroht wenn sie mitbekommen dass der Partner- die Partnerin zwischendurch mal selbst Hand oder gar Spielzeug anlegt.
Und die Bilder im Kopf, die oft so wundervoll, bunt, und fantasiereich daher kommen, uns nicht nur an sondern auch erregen… wenn die überhaupt geteilt werden, dann oft mit rotem Kopf, oder die Hälfte des Inhalts fällt irgendwelchen „gehört sich nicht“ Filtern zum Opfer…
Auch hier gerne eine Buch Empfehlung wer sich damit auseinander setzen möchte:
David Deida Erleuchteter Sex ist hier eine sehr spannende und anregende Lektüre.
Aber zurück zu den Tabus?
Was wäre wenn Du Dir erlaubst die Tabus in Deinem Leben mal aus einer heiligen Perspektive heraus zu betrachten?
Wie würdest Du anders mit diesen Themen in Deinem Leben umgehen?
Wärst Du neugieriger?
Freier?
Mutiger?
Wenn Du dieses Experiment angehen magst, sei gespannt was sich dadurch in Dir, in Deinem Innern- aber auch im Außen in Wandlung begeben darf. 🙂
Aber eine kleine systemische Vorwarnung- Veränderungen erzeugen eine Irritation im Umfeld 😉 … und manche Menschen lieben und manche Menschen hassen Dich halt wenn Du bist wie Du bist.
Was hat Oma immer gesagt? Ist der Ruf erst ruiniert… 😉
Habt ein wundervolles Wochenende,
von Herz zu Herz
Treya